Alles hat zwei Hälften, nur die Brigitte hat drei

 

Seitdem ich den Heiko Maas kenne, bin ich  im Darknet unterwegs. Da ist man vor solchen Leuten sicher. Nicht völlig, aber mehr. Habe ich mir sagen lassen. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass der von mir dafür benutzte Tor-Browser das Surfen  um einiges langsamer macht. Aber Entschleunigung schadet nicht. Gerade im Alter.


Nachdem ich im Netz weder nach Waffen noch nach Drogen suche, sind es andere Dinge, auf die ich im Darknet stoße. Zum Beispiel auf die Brigitte. Nein, nicht die, sondern die, früher von Frauen gerne gelesene Illustrierte. Die ist jetzt auch im Netz verfügbar. Wahrscheinlich schon länger und auch im nicht abgedunkelten. Aber das weiß ich jetzt nicht so genau.


Wie dem auch sei, die Brigitte hat inzwischen ebenfalls ein Angebot für uns Senioren. Das heißt Brigitte-wir (brigitte-wir.de) und wäre eigentlich nicht der Rede wert, zumal in einem Konkurrenzprodukt. Jedoch gibt es da den Untertitel und der lautet: „Das Magazin für die dritte Lebenshälfte“.


Auch wenn ich in Mathe nicht  regelmäßig aufgepasst habe, kommt mir das komisch vor. Hat sich da inzwischen rechnerisches Neuland aufgetan? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja: Kann man da noch die Brigitte lesen?


Diese Fragen richtete ich an den Verlag, bei dem die Brigitte erscheint (Gruner+Jahr). Wahrscheinlich ist mein elektronisches Schreiben dort aber untergegangen. Möglicherweise deswegen, weil es aus dem Dunkel des Netzes gesendet wurde.


Falls es unter meinen Lesern also jemanden gibt, der weiter unter der Aufsicht unserer Behörden surft, hätte ich eine Bitte: Würden Sie obige Fragen noch einmal den Brigitte-Verantwortlichen übermitteln. Es könnte schließlich sein, dass die Antworten der Menschheit weiter helfen oder wenigstens jenem Teil von ihr, der sich für Mathematik interessiert.