Warum leben wir eigentlich?

 

Viel Denkarbeit, die meisten wissen es, macht Falten und einen schlechten Teint. Vor allem beim Suchen im Internet mussten wir oft viel denken. Wie formuliere ich die Stichwörter am besten? Wie werden sie überhaupt geschrieben? Wo platziere ich ein »and«, und wie war das mit dem Plus und dem Minuszeichen? Etliches galt es zu berücksichtigen, wollte man nicht wegen einer kleinen Suche stundenlang im Netz versacken.


Jetzt hat das ein Ende. Mit der Suchmaschine Google (www.google.de) kann man nämlich genauso reden wie mit einem Menschen. Man fragt also beispielsweise: »Wie heißt der Bundespräsident?« Und schon liefert Google die Antwort: »Klinsmann«. Hätte man eigentlich selbst drauf kommen können. Fragen wir also lieber etwas schwereres: »Warum leben wir eigentlich?« »Das ist eine berechtigte Frage«, antwortet Google, »die wir alle uns täglich vor Augen halten sollten«. Wie bitte, das soll eine Antwort sein?!


Bessere Ergebnisse soll die Suchmaschine aber liefern, wenn man keine Frage, sondern gleich eine Antwort formuliert. Dort jedoch, wo einem Google helfen soll, fügt man ein Sternchen ein, sonst bräuchte man schließlich nicht zu suchen. Ein Beispiel: »Die Hauptstadt von Frankreich heißt *« Nach dem Klick erscheint ganz oben: »Paris«. Außerdem erfahren wir noch, dass Frankreich an Andorra, Luxemburg, Monaco und noch ein paar andere, nicht ganz so bedeutende Länder angrenzt. Schon an der zweiten Position steht aber: »Mit Alzheimer leben«. Meint Google wohl, wer nicht weiß, wie die Hauptstadt von Frankreich heißt, hat Alzheimer? Kann sich die blöde Suchmaschine nicht vorstellen, dass man kerngesund und bloß ein Depp ist? Hat Google vielleicht ein Deppenproblem? Kennt es vielleicht gar keine Deppen? Also nicht mal mich? Das gilt es zu überprüfen! Rasch tippe ich: »Der größte Depp ist*« Was für eine Enttäuschung: Mein Name taucht nicht auf! Stattdessen erscheinen ein mir unbekannter Marco, danach noch ein Robbi und schließlich ein gewisser Markus Söder. Erst an allerletzter Position ist der Satz zu lesen: »Der größte Depp ist man selbst.« Da bin ich wieder ein bisschen versöhnt. Immerhin lese ich meinen Namen ja hier:



P.S. Nachgerade ein Vorbild für mich ist übrigens Mario Dolzer, der größte Anbieter von Dialern. Füttern Sie die Google-Maske doch spaßeshalber mal mit »Mario Dolzer ist ein *«, dann werden Sie sehen, warum...