Im Gestrüpp zweitbester Lösungen
Im Alter vergisst man gerne was. Sogar Sachen, die man selbst erlebt hat. Da google ich dann manchmal, um die Erinnerung aufzufrischen. Hinterher fällt mir allerdings auf: Die wissen ja mehr über dich als du selber. Und dabei bin ich was Google angeht seit jeher schon vorsichtig.
Den Chrome-Browser benutze ich schon mal gar nicht. Statt mit G-Mail schlage ich mich mit unlogisch aufgebauten Alternativen herum. Um Android mache ich einen großen Bogen und YouTube verwirre ich regelmäßig mit Anfragen zu Helene Fischer oder die Kulmbacher Modewoche. Auch was die Suche angeht, gurke ich öfter mal in den Einstellungen herum und versuche es mit DuckDuckGo oder Qwant, lande dann wegen der dürftigen Ergebnisse oder weil der Browser selbsttätig wieder zurückschaltet doch wieder bei Google. Wobei die anderen Suchmaschinen angeblich ohnehin mit Gopgle arbeiten, weshalb ich mein Profil dort lieber mit einer Mitgliedschaft beim FC Bayern „bereichere“. Sollen sie im Silicon Valley doch ruhig glauben, dass ich ein schmieriger Erfolgsfan bin. Vielleicht bin ich da aber auch als einsamer Kämpfer gegen die vollständige Machtübernahme durch den Ami-Konzern gelistet.
Inzwischen werben nämlich selbst europäische Autobauer damit, vollständig mit Google-Technologie zu arbeiten. Auch hiesige KI-Experten schwärmen von Gemini und davon dass Google nun auch bei der künstlichen Intelligenz vorne ist. Sogar Apple setzt inzwischen auf Google. Nur der Depp verfranst sich weiter im Gestrüpp zweitbester Lösungen und faselt was von russischem Gas.
Immerhin bin ich wenigstens kein schmieriger Erfolgsfan.